Nachdem wir uns im ersten Teil intensiv mit dem hochgelobten Cockpit und den inneren Werten der Mitsubishi A6M2b Zero beschäftigt haben, gehen wir nun entscheidende Schritte weiter. Der Tamiya-Bausatz im Maßstab 1/32 (Kit 60317) gilt unter Modellbauern weltweit als Goldstandard – und Michael Eberl zeigt uns in diesem zweiten Teil, warum dieser Ruf mehr als verdient ist.
Und was soll ich sagen....? Man sollte halt keine schlafenden Hunde wecken, hier die Infos von Ihm zum Zusatztank:
Willkommen zurück!
Die Querruder
Steigen wir direkt ein wo wir stehen geblieben sind: Auch an den Querrudern sind wie schon am Höhen-und Seitenleitwerk noch kleine Aussparungen zu ergänzen.
"Neben den Querrudern besaßen die Tragflächen jeweils zwei ähnliche Aussparungen, allerdings nur auf der Oberseite."
An den Ruderhörnern ist die Schubstange zu ergänzen und die entsprechende große Aussparung in der Tragflächenhinterkante anzubringen.
"Das Mittelscharnier jedes Querruders hatte eine Querruder-Stoßstange mit einem viel größeren Ausschnitt in der Flügelaußenhaut."
Natürlich wurde auch das umgesetzt.
Das Fahrwerk
Ein nettes Extra ist die funktionierende Federung des Fahrwerks.
Auch bei den mittleren äußeren Fahrwerksabdeckungen gibt es etwas zu beachten:
"Betrachtet man nun die mittleren Fahrwerksabdeckungen, erkennt man zwei Typen. Ich habesie„früheres“ und „späteres“ Muster genannt, kann aber nicht genau sagen, wann der Wechsel zwischen den beiden stattfand. Das „frühere“ Muster besteht aus zwei Aluminiumschichten mit einem Magnesiumrahmen dazwischen. Dadurch ist die Innenseite leicht konvex, wie man an der Basis der drei Befestigungsstreben jeder Abdeckung erkennen kann. Das „spätere“ Muster bestand aus einer Aluminiumplatte, die an den Kanten mit Winkeleisen verstärkt war. Beide Muster waren beidseitig in der gleichen Farbe lackiert wie die Außenfarbe des Flugzeugs und hatten eine Unterbauplatte an der Vorderseite der Mittelstrebe. Angesichts des Baujahrs Ihrer A6M2 bin ich mir ziemlich sicher, dass sie die Abdeckung des „früheren“ Musters verwendet hat. Die untere Fahrwerksabdeckung war auf der Innenseite ebenfalls in der Außenfarbe des Flugzeugs lackiert."
Hier kamen auch wieder Ätzteile von Eduard zum Einsatz. dadurch war es mir aber nicht möglich diese leichte Wölbung darzustellen.
Das Spornrad
"Zunächst einmal haben Sie die Möglichkeit, das Spornrad entweder im gleichen Grüngrau wie das restliche Flugzeug zu lackieren oder es mit Aluminiumfarbe zu lackieren. Ich habe mehrere Beispiele für eine solche Lackierung am Spornrad gesehen. Beachten Sie auch hier das Messing-ID-Schild, das auf die rechte Seite der Baugruppe gelötet ist."
Das war es noch nicht, was diese Baugruppe angeht. Es gab am Spornrad noch eine Stoffabdeckung, dazu folgendes:
"Hier ist, was ich zuvor über die Abdeckung zusammengestellt habe. Die ersten sieben Bilder sind selbsterklärend. Bild 08 zeigt die Positionierung der „Tasche“ – beachten Sie, wie sich die Rückseite der Abdeckung nach oben in den Radkasten wölbt. Dies sollte der Fall sein, da ein Gummiseil die Tasche oben hielt. Auf fast allen Bildern, die ich gefunden habe und die die Abdeckung zeigten, hing sie jedoch herunter. Ich vermute, dass die Gummiseile nur bei den allerersten Zeros zu finden waren. Was die Farbe der Plane betrifft, zeigt das Foto rechts in Bild 11 eine graue Plane. Die Schwarzweißfotos deuten jedoch eher auf eine dunklere Farbe hin. Ich würde ein dunkles Grün oder Schwarz als gleichwertige Option wählen."
Für sie seitlichen Befestigungen der Stoffabdeckung sind bei den Eduard Ätzteilen Teile vorhanden. Bemalt wurde das Spornrad mit Aluminium von AK. Für den Reifen habe ich XF-85 von Tamiya verwendet. Die kleine Messingplakette wurde aus einem Stück 0,1mm dünnem Plasticsheet angefertigt und entsprechend bemalt. Zum Abschluss wurde noch ein Wash aufgetragen. Die Stoffabdeckung wird erst am Schluss bei der Endmontage angebracht.
Der Motor
So langsam wird es Zeit, dass die Zero ihren Antrieb bekommt. Die Zylinder wurden mit Tmaiya X-18 bemalt und mit Dark Grey von Vallejo trockengebürstet damit die Kühlrippen zu erkennen sind. Aus 0,5mm Plastikrundprofil und Kupferdraht wurden die Ölleitungen ergänzt und schwarz bemalt.
Die "Grundkomponenten" des Motors sind montiert. Auch habe ich ein Washing aufgetragen, was mir dabei sehr gut gefällt ist, dass der Motor dadurch ein etwas öliges Aussehen bekommt. Was ich allerdings etwas schade finde ist, dass weder im Bausatz noch bei den Eduard Ätzteilen die Luftleitbleche für die Zylinder Oberseiten dabei sind. Da ich die Motorhaube aber nicht geöffnet darstellen will sollte das zum Glück kaum auffallen.
Weiter geht es mit den Zündkabeln. Hier habe ich mir im Vorfeld Bilder im Internet von noch erhaltenen Motoren angeschaut, da ich wissen wollte, welche Farbe diese Kabel haben. Von silber, braun bis zu schwarz war da alles zu sehen. Also habe ich mal wieder eine mail nach Kanada geschickt. Folgende Infos kamen zurück:
"Die Sakae 12 in Bild 01 stammt von einer Nakajima JiN1 Irving in der Sammlung des National Air and Space Museum in Washington. Die silberfarbenen Zündleitungen sind deutlich zu erkennen. Daneben sind aber auch mehrere kupferfarbene Leitungen sichtbar. Dies liegt daran, dass die Leitungen (siehe 09 Sakae Paint Colours) als versilbert und verkupfert beschrieben werden. An einigen Leitungen scheint das Silber abgenutzt zu sein. Es ist auch möglich, dass die Versilberung später im Krieg nicht mehr angebracht wurde und einige Leitungen später im Krieg ersetzt wurden. Bild 02 zeigt eine weitere Ansicht der Zündleitungen mit deutlich erkennbarem Silber/Kupfer. 09 Sakae Paint Colours erwähnt auch eine schwarze Kunstlederummantelung. Das hat mich in der Vergangenheit verwirrt, aber der Motor in Bild 03 zeigt, dass die kunstlederummantelten Leitungen vom hinteren Teil des Motors zu den Zündringen führten und sich nicht auf die Leitungen von den Ringen zu den Zylindern bezogen. Bild 08 zeigt den vorderen Zündring. Diese Ansicht wurde (nicht von mir) als Schritt zum 3D-Druck dieser Komponenten erstellt."
Ich habe mich für silberne Kabel entschieden, da dies ein schöner Kontrast zum schwarzen Motor gibt. Bei Bild 2 sieht man, dass natürlich pro Zylinder zwei Kabel aus dem Verteilerring kommen, leider hat Tamiya am Bauteil nur jeweils einen Anschluss angebracht, was das Anbringen der Kabel nicht gerade vereinfacht hat.
Mit den Restlichen Anbauteilen konnte der Motor nun mit dem Flugzeug verheiratet werden.
Die Ring-Antenne und das Visier
Wenn man das Bausatzteil der Ringantenne mit dem dafür vorgesehenen Ätzteil vergleicht, denkt man sich, dass man das Ätzteil auf jeden Fall verwenden sollte. Wenn man sich aber mal ein Vorbildfoto anschaut sieht man, dass das Bausatzteil gar nicht so falsch ist. Ich habe dann beim Bausatzteil lediglich die Mittelstreben entfernt und durch die des Ätzteils ersetzt. Anschließend wurde die Antenne bemalt und eingeklebt.
Auch das Refelexvisier wurde mit Ätzteilen noch etwas aufgewertet, bemalt und im Cockpit montiert.
Das Canopy
Die Cockpithaube der Zero wurde sowohl außen wie auch innen maskiert. Anschließend wurden innen einige Details aus Ätzteilen und Draht eingeklebt. Beide Seiten wurden dann mit XF-1 bemalt und die Masken auf der Innenseite auch gleich wieder entfernt. Das vordere und hintere Segment wurde auch gleich am Modell montiert.
Die Flügelspitzen und Positionslichter
Nun zu den Randbögen der Tragflächen. Ich habe mich dazu entschieden diese in heruntergeklappter Position zu montieren. Tamiya hat sogar die kleine Lache berücksichtigt, welche bei heraufgeklappter Position herausfährt. Bei heruntergeklappter Position ist aber nur die Obere Kante dieser Lasche zu sehen.
Dafür habe ich sie nahezu vollständig entfernt. Die fertigen Randbögen wurde auch gleich an den Flieger montiert und die Positionslichter ebenfalls gleich passend bemalt.
Übrigens waren die Positionslichter der rechten Seite bei den Japanern nicht grün sondern blau, da
sie Glühbirnen verwendet haben, welche ein sehr gelbes licht erzeugten, was dann in Kombination
mit dem blauen Glas auch wieder grün ergab.
"Zwei weitere Flügeldetails, die ich hier erwähnen möchte, sind die rot lackierten Blinker. Wenn die Flügelspitzen hochgeklappt sind, ragt ein roter Blinker heraus. Wenn die Flügelspitze verriegelt ist, ist die rote Oberkante der Anzeige weiterhin sichtbar."
Der Zusatztank
Da ich mal gelesen habe, dass die Zeros beim Angriff auf Pearl Harbor mit Zusatztanks ausgestattet waren, soll meine natürlich auch einen bekommen. Da ich mir schon dachte, dass es an dem bestimmt auch noch einiges zu verbessern gibt habe ich mal wieder Ryan angeschrieben.
Und was soll ich sagen....? Man sollte halt keine schlafenden Hunde wecken, hier die Infos von Ihm zum Zusatztank:
"Der Zusatztank kann mit verschiedenen Details ergänzt werden. Die Nieten am Tank sind nicht bündig, sondern es handelt sich um normale erhabene Nieten."
"An der Vorderseite des Tanks ist die Abdeckung des Tankdeckels rot, möglicherweise mit einer schwarzen Ausrichtungslinie. Diese Linie scheint eine Herstellervariante zu sein, da sich direkt hinter dem Deckel ein Herstellerschild befindet, dessen Größe je nach Hersteller variiert."
So, das bedeutet also, dass am Tank noch einiges zu tun ist. Als erstes habe ich ihn innen mit Liquid Gravity gefüllt, damit der Flieger später auch ordentlich Gebrauch von den funktionierenden Stoßdämpfern macht.
Jetzt aber zu den von Ryan erwähnten Details. Die Nieten sind bereits als versengte Niete vorhanden und einige der Schweißnähte verlaufen entlang vorhandener Gravuren, was die Überarbeitung dieser Details deutlich vereinfacht. Die Schweißnähte und auch Entlüftungsrohr habe ich aus gezogenen Gussästen angefertigt. Für die erhabenen Niete habe ich 3D Decals von Archer verwendet. Die von Ryan angesprochene Markierung am Tankdeckel und das Typenschild kommen natürlich erst nach der Bemalung dran.








































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